Entzündungen sind eigentlich eine wichtige Schutzreaktion des Körpers. Doch wenn sie chronisch werden und unterschwellig im Körper schwelen, können sie zum Problem werden. Die sogenannten "stillen Entzündungen" werden mit zahlreichen Erkrankungen in Verbindung gebracht – von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Diabetes bis hin zu neurodegenerativen Leiden.

Die gute Nachricht: Durch die richtige Ernährung lassen sich Entzündungsmarker im Körper nachweislich senken. Dabei geht es nicht um eine strenge Diät, sondern um eine langfristige Umstellung hin zu mehr entzündungshemmenden Lebensmitteln.

Was sind stille Entzündungen?

Anders als akute Entzündungen, die mit Rötung, Schwellung oder Schmerzen einhergehen, verlaufen stille Entzündungen (englisch: silent inflammation) oft unbemerkt. Sie können über Jahre im Körper schwelen, ohne dass wir es merken. Erst wenn sich chronische Erkrankungen entwickeln, wird das Problem sichtbar.

„Stille Entzündungen sind wie ein Schwelbrand im Körper. Man spürt sie nicht direkt, aber sie können langfristig erheblichen Schaden anrichten."
— Sebastian Purps-Pardigol, Autor von „Die 3 Säulen der Gesundheit"
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Entzündungsfördernde Lebensmittel

Bestimmte Lebensmittel können Entzündungsprozesse im Körper fördern. Dazu gehören:

  • Zucker und raffinierte Kohlenhydrate: Weißbrot, Süßigkeiten, Softdrinks
  • Transfette: Frittierte Lebensmittel, industrielle Backwaren
  • Verarbeitetes Fleisch: Wurst, Speck, Hot Dogs
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Stark verarbeitete Lebensmittel

Entzündungshemmende Lebensmittel

Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Lebensmittel, die Entzündungen entgegenwirken können:

  • Grünes Blattgemüse: Spinat, Grünkohl, Mangold
  • Beeren: Blaubeeren, Erdbeeren, Himbeeren
  • Fettreicher Fisch: Lachs, Makrele, Sardinen (reich an Omega-3)
  • Nüsse: Walnüsse, Mandeln
  • Olivenöl: Extra vergine
  • Gewürze: Kurkuma, Ingwer
  • Grüner Tee

Praktische Tipps für den Alltag

Die Umstellung auf eine entzündungshemmende Ernährung muss nicht radikal sein. Kleine Schritte können bereits einen Unterschied machen:

  1. Ersetzen Sie Weißbrot durch Vollkornprodukte
  2. Essen Sie täglich eine Portion Gemüse mehr
  3. Integrieren Sie zweimal pro Woche fettreichen Fisch
  4. Verwenden Sie Olivenöl statt anderer Fette
  5. Würzen Sie mit Kurkuma und Ingwer
  6. Reduzieren Sie Zucker schrittweise

Fazit

Eine entzündungshemmende Ernährung ist keine kurzfristige Diät, sondern eine langfristige Investition in die eigene Gesundheit. Die wissenschaftliche Evidenz zeigt, dass die richtige Lebensmittelauswahl einen messbaren Einfluss auf Entzündungsmarker im Körper haben kann.

Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, findet im Buch „Die 3 Säulen der Gesundheit" von Sebastian Purps-Pardigol und Dr. med. Stephan Bortfeldt fundierte Informationen und praktische Handlungsempfehlungen.

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